Udo Kutsche war persönlich auf Haiti um zu helfen
Spenden wurden überbracht
Kreis Mettmann / Haiti - Anfang Februar diesen Jahres rief die Deutsche Polizeigewerkschaft zu einer großen Spendenaktion für die Erdbebenopfer auf der Karibik-Insel Haiti auf.
Anfang Mai war es dann soweit, denn der Kreisvorsitzende der DPolG flog persönlich nach Haiti, um die gesammelten Sachspenden vor Ort zu übergeben, um sicherzustellen, dass diese ihr Ziel auch
tatsächlich erreichen.
Hier hat er nun seinen Reisebericht erstattet, um den Spendern mitzuteilen, dass ihre Spenden genau dort angekommen sind, wo sie auch helfen können.
Heute können wir endlich von der Spendenaktion für Haiti berichten, weil Udo Kutsche nun von seiner Haiti/USA-Reise zurückgekehrt ist.
Zunächst einmal möchten wir uns im Namen der Deutschen Polizeigewerkschaft bei allen Menschen bedanken, die uns die vielen Gehhilfen, Krücken, Verbandsmaterialien, Medikamente, Basecaps, Schuhe
uvm. gespendet haben.
Unser besonderer Dank geht an Air Berlin, die 120 kg Sondergepäck und an RCCL, die dann letztendlich die 200 Kilogramm Sondergepäck kostenfrei transportiert haben.
In der Folge schildert Ihnen der Kreisvorsitzende Udo Kutsche seine Reise nach Haiti und die vielen Eindrücke die er dort gewinnen konnte.
"Mit den gesammelten 50 Gehhilfen/ Krücken, 300 Baseball Caps, 50 Paar Schuhen, Sonnenbrillen, zahnmedizinischen Fachinstrumenten und drei Koffer voll Verbandsmaterial, insgesamt 120 kg
Sondergepäck, sind wir mit Air Berlin am 28.04.10 zunächst nach Miami geflogen.
Von dort aus sind wir nach Ft. Lauderdale gefahren und haben dort noch einmal insgesamt 80 kg an Shampoo, Waschmittel, Zahnbürsten, Zahncreme, Seife, Baby Puder, Kinder Spielsachen, Lernkarten
u.v.m. eingekauft.
Mit somit ca. 200 kg Sondergepäck (9 Koffer/Taschen und 5 Bündel Gehhilfen) sind wir dann am 01.05.10 auf das Kreuzfahrtsschiff Oasis of the Seas von RCCL gegangen.
Etwas beschwerlich war es, weil meine Frau hochschwanger war (und nicht tragen durfte) und ich mir dummerweise 3 Tage vor Urlaubsbeginn einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen
hatte.
Aber irgendwie haben wir die Hilfsgüter und unser persönliches Gepäck dann doch transportieren können / müssen.
Am Montag, dem 03.05.10 hat das Schiff dann auf Haiti, Ort Labadee, Bezirk Cap Haitien, angelegt.
Dort haben wir uns mit dem Deutschen Konsul, Herrn Hans Broder Schütt (Honorarkonsul in der 6. Generation), getroffen und ihm die Spendengüter übergeben.
Herr Broder Schütt erzählte uns viel von dem Leid der Menschen, von den sehr viel dort eingegangenen Spenden, aber auch von Problemen und Unregelmäßigkeiten bei der Verteilung der Spenden.
Von den Geldspenden z.B. des Red Cross US seien von 1 gespendeten Dollar, nur 20 Cent bei der Bevölkerung angekommen, weil zunächst die Staatsschulden damit getilgt worden seien.
Von daher waren wir sehr froh darüber, dass wir fast ausschließlich nur um Sachsenden gebeten hatten und nicht einen hohen Geldbetrag mitgenommen haben, weil wir uns das schon irgendwie gedacht
hatten.
Des Weiteren seien die zahlreichen Hilfskonvois von der dann bewaffneten Bevölkerung überfallen worden, weil sie ums nackte Überleben gekämpft haben.
Herr Broder Schütt bedauerte, dass das Auswärtige Amt in Deutschland für Haiti seine Reisewarnung immer noch nicht aufgehoben hat, denn das Land sei auf den Tourismus angewiesen und um so
wichtiger sei es dann, das zumindest die Kreuzfahrtschiffe in Labadee anhalten.
In Labadee landen pro Monat 20.000 Touristen. Die Anlegegebühren der Schiffe betragen mehr als 250.000 US Dollar im Monat und sind fast die einzigen Einnahmequellen von Haiti.
Jedenfalls bedankte sich Herr Broder Schütt bei uns für die direkte Hilfe und er sicherte uns zu, die Spendengüter dem Krankenhaus von Cap Haitien und einem Kindergarten zu übergeben.
Herr Broder Schütt wollte bei der Übergabe noch ein paar Fotos machen und diese uns dann nach unserer Rückkehr zusenden.
Wenn wir die Bilder bekommen haben, werden wir diese und auch auf unserer Internetseite www.DPolG-Mettmann.de einstellen, wo sie dann gerne auch noch einmal nachschauen können.
Nochmals recht herzlichen Dank an alle Spender und an die, die uns unterstützt haben."
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