Der Castor rollt wieder durch Niedersachsen
DPolG betreut Kollegen vor Ort
Gorleben - Trotz anhaltender Proteste von Atomkraftgegnern ist in Frankreich der Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll in Richtung Gorleben gestartet. Fast 20.000 Polizisten sind im Einsatz.
Im Lauf des Donnerstags sollte der letzte Castor-Transport mit hochaktivem Müll aus Frankreich in Deutschland ankommen - am Tag zuvor war er in Valognes mit einiger Verspätung gestartet.
Die genaue Route des Zuges wurde geheim gehalten, aber die Atomkraftgegener waren gerüstet, wie auch in den vergangenen Jahren.
Die Polizei rechnete daher mit zahlreichen Protestaktionen entlang der Strecke, vor allem natürlich im Wendland in Niedersachsen, wo das Zwischenlager Gorleben liegt, da Ziel der Fahrt.
Der Bundesvorsitzende der DPolG, Rainer Wendt, zeigte sich in einem Interview mit dem rbb-Rundfunk bei Redakteur Oliver Rehlinger gelassen.
Er rechnete damit, dass sich zwischen 25 000 und 50 000 Menschen an den Protesten beteiligten - "das ist ihr gutes Recht, wenn es sich im Rahmen der Gesetze hält!"
Zu Letzterem sollten die Vertreter Aktivisten aufrufen.
Mit Überraschung - wie im vergangenen Jahr das "Schottern" (massenhaft Steine aus dem Gleisbett entfernen) - müsse man jedoch rechnen, denn die Phantasie der Aktivisten sei "riesengroß".
Bei vergangenen Jahren seien unter anderem Bundestagsabgeordnete daran beteilit gewesen, gezielt die Nachschubwege für die Polizisten abzuschneiden.
Darauf hätten sich die Beamten jetzt mit einem speziellen Einsatzabschnitt vorbereitet, sagte Wendt.





