Adalbert-Bach-Pokal
Die Geschichte des Turniers
Am 6. Mai 2008 eröffnete der Landrat den ersten Adalbert-Bach-Pokal im Sportpark zu Hilden. Vorrausgegangen waren wochenlange Planungen und die Grundidee, ein Hallenfußballturnier auszutragen. Zu dessen Anlass sollten sich viele Kolleginnen und Kollegen persönlich treffen können und sich dabei noch sportlich betätigen.
Anfang Oktober 2007 fand die Einweihung der Gedenkstätte von Adalbert Bach im Mutterhaus in Mettmann statt. An diesem Tage wurde der Beschluss gefasst, dass ihm zu Ehren ein Fußballturnier ausgetragen werden sollte, dass seinen Namen tragen würde.
Es geschah an einem dunklen Januarabend des Jahres 1993, dem 10. des Monats. An diesem Tage versah Polizeihauptmeister Adalbert Bach seinen Dienst als Hundeführer in der Kreispolizeibehörde Mettmann im Norden des Kreises.
Am späten Abend dieses Tages begab es sich, dass eine Wülfrather Tankstelle von drei Räubern überfallen und ausgeraubt wurde. Adalbert Bach war der erste, der sich über Funk bei der Leitstelle
einsatzklar meldete. Der erfahrene Beamte kannte einen kleinen Feldweg im Wülfrather Nord-Erbach, der in Richtung Mettmann führte. Ein idealer Fluchtweg für die Räuber. Auf diesem Feldweg geschah
dann die grausame Tat.
Adalbert Bach traf gegen 21:00 Uhr auf den Fluchtwagen der drei Täter. Sofort eröffnete einer der Täter aus einer Pumpgun das Feuer auf den Beamten. Polizeiliche Unterstützungskräfte, die nur
wenige Minuten nach der brutalen Tat ebenfalls vor Ort eintrafen, fanden dort ihren lebensgefährlich verletzten Kollegen auf. Die Räuber waren entkommen. Aber nur vorerst, denn nur wenige Tage
später konnten sie ermittelt und festgenommen werden.
Der junge Ehemann und Familienvater Adalbert Bach erlag einen Tag nach den Schüssen auf dem Feldweg, sechs Tage vor seinem 34. Geburtstag, seinen schweren Verletzungen.
Gedenktafel und die Idee des Fußballturniers
Der Kreisvorsitzende der Mettmanner DPolG – Udo Kutsche – war seiner Zeit selber sehr intensiv in den Fall eingebunden gewesen. Und nun, da sich diese Geschehnisse zum 15. Mal jährten, wollte er
ein Zeichen setzten. Er wollte an Adalbert Bach – seines Zeichens DPolG-Mitglied – erinnern! Er wollte an dessen Tod erinnern! Er wollte mahnen und er wollte dafür Sorge tragen, dass die Menschen
nicht vergessen würden, was damals geschah!
So war er es, der die Initialzündung dafür gab, Adalbert Bach im Hauptgebäude der Kreispolizeibehörde Mettmann (dem „Adalbert-Bach-Haus“ in Mettmann) eine Gedenktafel zu widmen. Landrat Thomas
Hendele (CDU) zeigte sich dessen mehr als aufgeschlossen und weihte die Gedenktafel im Foyer persönlich und unter großer Beteiligung von Kolleginnen,
Kollegen, örtlicher Politik und Medien am 20. März diesen Jahres ein.
Doch das sollte Udo Kutsche noch lange nicht reichen. Zusammen mit seinem Kreisjugendleiter Bastian Lampert begann er ein Gedächtnisturnier zur organisieren. Es sollte ein Hallenfußballturnier
stattfinden, bei der sich eine Vielzahl an Kolleginnen und Kollegen beteiligen sollte.
Sinn und Zweck sollte das Gedenken an Adalbert Bach sein. Ein Gedenken, dass in einem Rahmen gegenseitiger Freundschaft und Verbundenheit stattfinden sollte. Ein Rahmen, wie ihm Adalbert Bach
sicher gefallen hätte. Die Kolleginnen und Kollegen sollten sportlichen Spaß haben, sich aktiv betätigen und sich vor allem über die Grenzen der Wachbereiche und Direktionen hinweg mal wieder
persönlich begegnen. Gleichzeitig sollte es aber vor allem an die alltäglichen Gefahren erinnern, denen wir jeden Tag auf neue ausgesetzt sind.
Einen deutlicheren Hinweis auf die Eigensicherung kann man kaum geben.
Das Miteinander und ein fairer Sportgeist stehen im Mittelpunkt
So kam es dann auch, dass nach viel organisatorischen Aufwand, der Adalbert-Bach-Pokal 2008 am 6. Mai 2008 erstmalig im Hildener Sportpark stattfinden konnte.
Auch hier war es wieder Landrat Thomas Hendele der zusammen mit dem Leiter GS, Herrn LPD Ulrich Koch, das Turnier eröffnete. Nachdem Udo Kutsche den Landrat über seine Idee in Kenntnis
gesetzt hatte, hatte es sich dieser nämlich nicht nehmen lassen, die Schirmherrschaft des Turniers zu übernehmen. Gleichzeitig legte er in seiner Eröffnungsrede großen Wert darauf, dass
dieses Turnier nicht das letzte seiner Art bleiben sollte. Er sprach von einer „festen Institution“. Udo Kutsche sicherte ihm dies natürlich sofort zu.
Insgesamt nahmen schon damals 56 Polizisten und 2 Polizistinnen am ersten Adalbert-Bach-Pokal teil. Als eine ganz besondere Ehre empfanden es Udo Kutsche
und Bastian Lampert, dass auch die beiden Söhne von Adalbert Bach, Thomas und Christian, ebenfalls am Turnier teilnahmen.
Zwei Jahre später, am 1. Dezember 2010, fand dann die erste Wiederholung dieser "festen Institution" statt. Auch diese wurde erneut durch den Landrat eröffnet. Beinahe 90 Kolleginnen und Kollegen waren angetreten. Als Gäste wurde sogar eine Mannschaft der Feuerwehr aus dem Austragungsort Hilden eingeladen.
Und im Jahr 2012 wird der Adalbert-Bach-Pokal mittlerweile bereits zum dritten Mal ausgetragen werden. Erneut hoffen wir auf eine rege Beteiligung.





